Online-Hate: Perspektiven, Strategien, Aktionen

Seminar zu Online-Hate in Hamburg vom 15.-17.11.2019

Die schrecklichen Ereignisse in Halle haben eine erneute Diskussion im Zusammenhang von Radikalisierung und Onlinehass ausgelöst. Die öffentliche Debatte nimmt sowohl die Gamerszene als auch Social Media Plattformen ins Visier. Aber schon vor Halle war das Phänomen des Onlinehass ein viel diskutiertes Thema bei Jung und Alt.

Die Europäische Grundrechteagentur hat im November 2018 die weltweit größte bisher durchgeführte Studie von Menschen jüdischen Glaubens durchgeführt. 89% der 16.500 befragten Jüdinnen und Juden aus Europa stimmen der Aussage zu, dass der im Internet geäußerte Antisemitismus für sie ein herausforderndes Problem darstellt.

Die JSUD und die ZWST verstehen diese Zahlen auch als Handlungsauftrag!

Ob man über die vermeintliche „Neue Rechte“, die Radikalisierung von Menschen online, den Schwall von Hasskommentaren unter öffentlichen Postings, Shitstorms, Happy Slapping oder bloßen Kommentaren unter privaten Postings spricht - es fehlt in Diskussionen oft an Substanz und an einer holistischen Betrachtung, wenn es um das Phänomen Onlinehass geht. Dieses Seminar soll den Versuch unternehmen, den Teilnehmenden sowohl ganz pragmatisch Skills im Umgang mit Onlinehass mit an die Hand zu geben, als auch das Phänomen aus juristischer, aktivistischer und sozialpolitischer Perspektive zu beleuchten. Außerdem wird gezielt die Diskussion mit Social Media Plattformen und Journalist*innen gesucht. Ein Muss für alle, die dem Hass in unserer Gesellschaft nicht nur offline, sondern gezielt und besser auch online begegnen wollen.


Teilnahmegebühr: 50 Euro

Anmeldungen HIER