"Lewana" - Orientierung für den eigenen Alltag

"Lewana" - Orientierung für den eigenen Alltag

Junge Frauen und Mädchen tanzen

Sommermachanot 2026 mit rd 1000 Teilnehmenden von 8 bis 18+

In der diesjährigen Sommer-Saison 2026 von Anfang Juli bis Anfang September erreichte die ZWST 929 Teilnehmende, begleitet von 235 Leiter:innen, Betreuer:innen, Chugisten (AG-Leitungen) und weiteren Helfer:innen. Dazu gehörten die Bildungsaufenthalte im Max-Willner-Heim in Bad Sobernheim für die 8- bis 11-jährigen sowie in der norditalienischen Emilia-Romagna für die Altersgruppen 12-18 Jahre. Zur Sommersaison in Italien gehörten weiterhin die „Ferienwoche 18+“ für junge Erwachsene sowie ein Nachbereitungsseminar für das gesamte Team. Wie in den letzten Jahren war auch eine Gruppe Jugendlicher (14-16) aus dem Süden Israels in Italien dabei. 

Inklusive Machanot: Begleitet von Inklusionsbetreuer:innen waren Kinder und Jugendliche mit einer Einschränkung in Bad Sobernheim und Italien Teil der Machanot.  
"Für unseren Sohn war die Unterstützung durch eine Inklusions-Madricha beim Machane eine enorme Bereicherung. Dank der liebevollen und aufmerksamen Begleitung konnte er sich wunderbar in die Gruppe integrieren und das Machane in vollen Zügen genießen. Er kam glücklich, selbstbewusst und voller Motivation nach Hause und freut sich schon jetzt auf das nächste Machane. Wir sind sehr dankbar, dass die ZWST Familien dieses wertvolle Inklusionsangebot ermöglicht", so die Rückmeldung einer Mutter.

Unter dem diesjährigen Thema „Lewana“ (Mond) beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem jüdischen Mondkalender, der den Rhythmus des jüdischen Jahres prägt. Im Mittelpunkt standen die jüdischen Feiertage, jedoch nicht nur als historische oder religiöse Ereignisse. Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, welche Bedeutung sie heute für das eigene Leben haben, welche Werte sie vermitteln und wie sie Orientierung im Alltag geben können.
Durch abwechslungsreiche Peulot, gemeinsame Feierlichkeiten, kreative Workshops und intensive Gespräche wurden jüdische Traditionen lebendig vermittelt und erlebbar gemacht. So entstanden nicht nur unvergessliche Ferienerlebnisse, sondern auch wertvolle Impulse für die eigene Identität und das Miteinander in der jüdischen Gemeinschaft.

Michelle, Co-Rosha, 2. Turnus in Italien: "Als Leitung liegt mein Fokus vor allem auf zwei Dingen: Zum einen möchte ich sicherstellen, dass die Kinder ein unvergessliches Machane erleben, gut versorgt sind, alle Programme reibungslos stattfinden und möglichst wenig Chaos entsteht. Zum anderen ist es mir als Coach besonders wichtig, dass es auch meinem Team gut geht. Ich möchte, dass sich die Madrichim wohl und sicher fühlen, Freude an ihrer Arbeit haben und jederzeit mit ihren Fragen oder Herausforderungen auf mich zukommen können. Dafür habe ich immer ein offenes Ohr. Das diesjährige Machane-Thema finde ich besonders gelungen. Die jüdischen Feiertage und Traditionen sind unglaublich vielfältig, doch im Alltag geht vieles davon verloren. Ein Machane bietet die Möglichkeit, diese Inhalte neu zu entdecken, zu vertiefen und einen persönlichen Bezug dazu aufzubauen. Gerade für Kinder, die manche Traditionen zu Hause nicht erleben, ist das eine wertvolle Erfahrung, die sie mit nach Hause nehmen und im Herzen weitertragen können."

Gloria, Chugistin, 2. Turnus in Italien: "Meine Hauptaufgabe bestand darin, den Social-Media- Bereich zu begleiten. Darüber hinaus habe ich überall dort unterstützt, wo Hilfe benötigt wurde. Gemeinsame Freizeitaktivitäten, wie z.B. Bowling oder das Abendprogramm 'Kung Fu Panda' waren echte Highlights." 

Ben, Madrich, 1.und 2. Turnus im Max-Willner-Heim: "Ich bin selbst viele Jahre als Chanich auf Machanot mitgefahren. Diese Zeit hat mich persönlich sehr geprägt und mir viele Werte sowie wichtige Erfahrungen fürs Leben mitgegeben. Genau das möchte ich nun weitergeben und für die junge Generation ähnliche unvergessliche Erlebnisse schaffen."