Israel unter Beschuss

ZWST und OlamAid sind weiterhin vor Ort, um zu helfen
Aufgrund der erneuten Eskalation im Nahen Osten steht die Region vor einer weiteren Welle der Destabilisierung
Seit dem 1. März ist Israel Tag und Nacht unerbittlichen Raketenangriffen ausgesetzt. Millionen Israelis suchen Schutz in öffentlichen Schutzräumen und Tiefgaragen. Schulen sind geschlossen. Öffentliche Versammlungen sind verboten. Das tägliche Leben wird von Sirenen, Angst und Unsicherheit beherrscht.Die psychologischen Folgen dieser anhaltenden Unsicherheit, die zu den seit Jahren angehäuften Traumata hinzukommt, sind immens. Die Menschen sind verängstigt, erschöpft und isoliert.
Der Bedarf an psychologischer Hilfe steigt
Für die vulnerablen Gemeinschaften, mit denen wir arbeiten, Familien nahe der Grenze zu Gaza, unbegleitete Minderjährige aus der Ukraine, arabischsprachige Minderheiten und andere, die bereits mit unverarbeiteten Traumata leben – ist diese Eskalation eine weitere Krise, die zu den jahrelangen komplexen emotionalen Belastungen hinzu kommt. Schulen, die Struktur und Sicherheit bieten, sind geschlossen. Soziale Netzwerke, die Verbindung bieten, sind unterbrochen. Der Bedarf an psychischer und psychosozialer Unterstützung ist daher größer als je zuvor.
Unser Ansatz: Ausrichtung auf lokale Bedürfnisse
OlamAid leistet seit Mai 2024 interkulturelle psychologische und psychosoziale Unterstützung in ganz Israel und betreut über 1.700 Menschen in Gemeinden im Grenzgebiet zu Gaza, Bildungsstätten und Minderheitengruppen.
• Unser Resilienzzentrum im Süden bleibt geöffnet und bietet nicht nur therapeutische Programme – Kunst- und Musiktherapie, Gruppensitzungen und Drop-in-Unterstützung –, sondern auch eine sichere Unterkunft, die für Notfälle ausgestattet ist. In einer Zeit, in der Menschen von ihren Gemeinschaften abgeschnitten sind, ist dies ein Ort, an dem sie Unterstützung finden und Kraft sammeln können.
• Unser Team steht in direktem Kontakt mit den betroffenen Gemeinden und bietet psychosoziale Fernbetreuung und Online-Sitzungen an, wenn persönlicher Kontakt nicht möglich ist.
• Die Mitarbeitenden der Bildungseinrichtungen unserer lokalen Partner werden durch regelmäßige Supervision und Krisenhilfe unterstützt, damit sie wiederum ihre Schüler:innen – darunter unbegleitete Minderjährige – unterstützen können.
Unterstützung für das Shalva Center in Kriegszeiten
Als nationales Krisenreaktionszentrum und Verband für die Pflege und Inklusion von Menschen mit Behinderung hat die israelische Partnerorganisation der ZWST Hunderte vom Krieg in Israel betroffene Familien von Menschen mit Behinderungen aufgenommen. Shalva hat seine landesweiten Betreuungsdienste erweitert, um ihr emotionales Wohlbefinden zu unterstützen. Für viele ist Shalva in dieser Zeit der Ungewissheit zu einem wichtigen Stützpfeiler geworden. Die 21 therapeutischen Heime von Shalva werden weiterhin betrieben. Mit zusätzlichem Personal und einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleistet Shalva inmitten des Krieges sowohl die mentale als auch die physische Gesundheit der Bewohner:innen. Die Spendengelder der ZWST helfen Shalva dabei, die geretteten Menschen mit Kleidung, Medikamenten und Hilfsgütern zu versorgen, und die soziale Unterstützung zu erhalten, die sie benötigen, um die ihnen zugefügten traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten.
Im Vertigo Eco-Art Village in Israel unterstützt die ZWST vertriebene Bewohner:innen, Überlebende des Nova-Festivals, Familien von Geiseln sowie Ersthelfer:innen u.a. durch Workshops, Bewegungs- und Musiktherapie, sowie Gruppen- und Paarberatung. An weiteren Standorten landesweit erreicht die Initiative wöchentlich Hunderte Menschen und fördert Heilung, soziale Verbundenheit und langfristige Resilienz.
Familien sind bedroht und brauchen Ihre Unterstützung
Wenn Sie unsere Arbeit und die Menschen in Israel unterstützen wollen, bitten wir Sie herzlich um eine Spende. Jeder Beitrag fließt direkt in die dringend benötigte psychosoziale Unterstützung für gefährdete Gemeinschaften in Israel – jetzt und in der langen Zeit des Wiederaufbaus in den kommenden Wochen und Monaten.