Editorial von Aron Schuster, Direktor der ZWST

Editorial von Aron Schuster, Direktor der ZWST

Aron Schuster am PC

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, die großen Krisen der jüngsten Zeit wirken sich zunehmend auch auf die Situation der öffentlichen Haushalte aus. Die enormen Herausforderungen rund um die unerwarteten Mammut-Herausforderungen Energieumbau, Inflation und militärische Unterstützung für die Ukraine bedingen außerordentliche finanzielle Ressourcen. Hinzu kommen politische Projekte der Bundesregierung, die ihre im Koalitionsvertrag formulierten Ziele, wie etwa die Kindergrundsicherung oder Investitionen in die Deutsche Bahn zeitnah auf den Weg bringen will. 

Bei all diesen Vorhaben ist es von entscheidender Bedeutung, dass andere, gesellschaftlich wichtige Programme nicht unter die Räder geraten. Insbesondere die Förderung von Engagement, Demokratie und sozialen Aktivitäten darf nicht vernachlässigt werden. Hinzu kommen die Daueraufgaben Digitalisierung und Migration, die langfristiger Maßnahmen bedürfen.  

Es wird ein haushaltspolitischer Drahtseilakt werden, hierbei die richtige Balance zu wahren, weil sich die Profiteure gesellschaftlicher Unsicherheit und Unzufriedenheit bereits in Stellung gebracht haben. Das Geschäftsmodell populistischer Parteien beruht auf einfachen, undifferenzierten, effekthaschenden Antworten auf komplizierte Fragestellungen. Die jüngsten Umfragen deuten darauf hin, dass politische Entscheidungen die Lebensrealitäten vieler Menschen verfehlen.    

Diese Gemengelage fordert ein hohes Maß an Feingefühl bei der Priorisierung der Haushaltsmittel. Es gilt, die Sorgen und Bedürfnisse der Bevölkerung ernst zu nehmen, jedoch gleichzeitig eine verantwortungsvolle und langfristige Finanzplanung sicherzustellen. 
Die ZWST wird für die Interessen und Belange marginalisierter Zielgruppen einstehen, die zu oft überhört werden.  

Ihr Aron Schuster, Direktor der ZWST