Treffpunkte

Überlebende des Holocaust
Gute Stimmung im Berliner Treffpunkt

Ein zweites Zuhause: Treffpunkte für Überlebende der Shoah

Die ZWST fördert den Aufbau und die Arbeit von "Treffpunkten" für Überlebende der Shoah in den jüdischen Gemeinden. Sie bieten den Überlebenden und ihren Familien einen Ort für Kontakt und Austausch, erleichtern ihnen den Zugang zu sozialen, kulturellen und religiösen Angeboten und bieten eine spezielle Beratung und Betreuung an. Das erfolgreiche Konzept findet seinen Ursprung im Treffpunkt in Frankfurt/M., der im Jahr 2002 als Pilotprojekt der ZWST gegründet wurde. Diese Einrichtung leistet einen wichtigen Beitrag zu der psychosozialen Versorgung der häufig schwer traumatisierten Senior:innen. Der Frankfurter Treffpunkt ist für viele Besucher zu einem wichtigen Bestandteil ihres sozialen Lebens geworden, für viele der einzige Kontakt zu anderen Menschen ihrer Generation. Neben dieser wichtigen Funktion versteht sich der Treffpunkt auch als Brücke zu bestehenden sozialen Angeboten und Diensten.
In Kooperation mit verschiedenen jüdischen Gemeinden hat die ZWST weitere Treffpunkte initiiert. Mittlerweile gibt es über 30 Treffpunkte in ganz Deutschland, die von der ZWST unterstützt werden, weitere befinden sich im Aufbau.  


"Ich weiß aus Erfahrung, wie wichtig für die Überlebenden ein Treffpunkt ist, der ihnen eine Begegnung mit Schicksalsgenossen und mit einem einfühlenden Betreuerteam ermöglicht. Dieser Treffpunkt wird dadurch zu einem zweiten Zuhause, wo man sowohl traurig sein und von dem Holocaust sprechen kann, als auch fröhlich sein und Feste feiern kann." (Dr. Martin Auerbach, Psychiater, Psychotherapeut und klinischer Leiter des Zentrums "Amcha" für Überlebende in Israel)

10 Jahre Treffpunkt Frankfurt

Document

Mehr zum Thema Treffpunkte

Noemi Staszewski und Bundespräsident Steinmeier im Schloss Bellevue
Im Gespräch mit Dr. Noemi Staszewski

Die Treffpunkte als sicherer Ort für Überlebende

Am 26. März 2021 wurde Dr. Noemi Staszewski für ihren Einsatz für Shoah-Überlebende während der Corona-Pandemie mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.