"AchtzehnPlus"

Junge Erwachsene klatschen Workshop
AchtzehnPlus

Angebote für junge Erwachsene

Mit ihrem Programm „Achtzehnplus“ fördert die ZWST ein bundesweites Netzwerk für junge jüdische Erwachsene (18-35) und organisiert ein Angebot für diese Zielgruppe. Dazu gehören vielfältige Seminare zu aktuellen, wie auch im jüdischen Kontext bedeutsamen, politischen, sozialen und kulturellen Inhalten. Zum Programm gehören weiterhin die jährlich stattfindenden Ferienwochen im Sommer und die Unterstützung der regionalen jüdischen Studierendenverbände in Deutschland. Die ZWST leistet ihren Beitrag zu einem aktiven Judentum mit einer starken und politisch engagierten jungen Generation in Deutschland.  

 
Aktuelle Veranstaltungen und Aktivitäten auch hier:
Facebook

Illustartion von Menschen mit Masken

Auswirkungen der Pandemie auf unser gesellschaftliches Klima

Seminar für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren vom 28. – 30.10.2022 in Frankfurt am Main

Zwei Jahre Pandemie und lange Zeiten im Lockdown haben deutliche Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen. Der Kampf gegen Covid-19 hat die meisten Menschen überfordert und die Beziehungen untereinander oft stark verändert. Die erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben, der Verzicht auf Kontakt und Berührung, die eingeschränkte Mobilität und Kommunikation haben die Menschen nicht nur vor Herausforderungen gestellt, sondern oftmals zum Neuanfang gezwungen. Kaum jemand war für die starken Einschränkungen des eigenen Lebens, bedingt durch den Lockdown, gewappnet. Die meisten Menschen standen und stehen vor der Herausforderung, ihren Alltag trotz Kurzarbeit oder Jobverlust zu finanzieren, ihre Kinder bei geschlossenen Schulen eigenständig zu lehren und sich um die Älteren in der Familie zu kümmern. Soziale Ungleichheit wurde durch die Pandemie noch verstärkt. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen? Was bedeutet das in unmittelbarer Zukunft für unsere Gesellschaft?Welche Auswirkungen erleben wir auf das Psychosoziale Lagebild der Bevölkerung und welche ökonomischen Trends prägen die Post-Corona-Wirtschaft?

Diese und andere Fragen sollen im Seminar diskutiert, aktuelle Herausforderungen von Expert:innen vorgestellt und gemeinsam erörtert werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro inkl. Hotel, (30€ ohne Hotel). Darin enthalten sind:

  • Seminarkosten
  • Unterbringung in Doppelzimmern
  • Verpflegung

Fahrtkosten werden von der ZWST bis 130 Euro für ein Ticket der Deutschen Bahn in der 2. Klasse bzw. ein vergleichbares Bus- oder Flugticket erstattet, Fahrtkosten mit dem PKW mit 20 Eurocent pro gefahrenem km, jedoch höchstens 130 Euro.

Die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung ist verpflichtend.

Bei weiteren Fragen sende uns eine E-Mail an shevchuk@zwst.org

Link zur Anmeldung unter: https://veranstaltungen.zwst.org/

Junge Erwachsene an langen Tischen beim Essen

ACHTZEHNPLUS Ferienwoche für junge Erwachsene von 18 bis 35 in Igea Marina

Das Team setzte sich zusammen aus den Leiterinnen Viola Shevchuk und Raissa Manachirova (ZWST-Programm 18+), der Madricha Shelly Meyer (Studentin aus Hamburg), dem Madrich Kolja Silberberg (Finanzcoach aus Dortmund), Meitar und Ido (Lavi Schlichim aus Berlin) sowie dem Sportchugisten Dennis Drajit (aus Marburg).

  • täglich Frühsport
  • täglich Strand oder Pool 
  • Abendprogramme zu den Themen: Finanzen und Steuern sowie Umgang mit Social Media

Workshops/ Vorträge/ Peulot:

Erfolg auf einem Bein mit Asael Shabo: 

Asael hat einen Vortrag gehalten über sein Lebensschicksal. Er verlor bei einer Terrorattacke in seinem Elternhaus, in der jüdischen Siedlung Itamar, seine Mutter und drei seiner Brüder  sowie ein Bein. In seinem Vortrag ging er auf die Folgen seines Lebensschicksals ein, wie er Stärke und Hoffnung gefunden hat, an sich und an das Leben zu glauben. Er sprach darüber, wie seine Leidenschaft zum Sport ihm in seiner schwierigsten Zeit im Leben geholfen hat und ihm eine Karriere ermöglicht hatte, die er sich in seinen jungen Jahren nicht vorstellen konnte. Asael ist ein großartiger Sportler, Pädagoge und ein Vorbild für alle. Trotz seinem Schicksalsschlag repräsentiert Asael den Sieg über den Terror. 

„Limtzo Manoach – Frieden finden“: 

In dieser Peulah ging es um Selbstreflexion während der Pandemie. Es wurden Parallelen gezogen aus der biblischen Geschichte von Noah. Wie können wir aus Noahs Verhalten und seiner Überlebensstrategie in Anbetracht der Flut lernen? Primär ging es darum, den inneren Frieden zu finden, um Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Chashara Betschuwa : 

In der Peulah von Ido und Meitar ging es um die Vorbereitung für den Monat Elul. Da es im Monat Elul um die Selbstprüfung und um das Hinterfragen des eigenen Verhaltens geht, stand das Konzept der Chashara Betschuwa im Fokus – Das Verstehen und zukünftige Vermeiden eigener Vergehen und Fehler. Im Plenum wurden die Gedanken des jüdischen Philosophen Moses Maimonides diskutiert und auf das eigene Handeln übertragen.

Shiurim von Rav Barsilay: 

Rabbiner Barsilay hielt zwei Shiurim. Das erste Thema war: Technik, Medizin und Tora und das zweite Thema: Was ist der Talmud? 

Vorführung des Spielfilms „To Meet Esther“

Im Workshop vom Projekt Ich Bin Jude der Social Media-und Film-Kampagne Mitzva e.V. konnten die Teilnehmenden darüber diskutieren, wie offen oder versteckt sie in öffentlichen Räumen mit ihrem Judentum umgehen.

Das Thema des im Anschluss gezeigten Films ist die Angst vor dem Antisemitismus, der immer noch das Leben vieler Juden und Jüdinnen bestimmt. Der Film und das Gespräch waren vor allem für junge Leute von großer Relevanz, um über das eigene Leben zu reflektieren, da viele erst durch offene Diskurse dieser Art verstehen, dass sie mit dem Problem nicht allein sind.

Workshop zum Thema Finanzen und Steuern 

Der Madrich Kolja Silberberg gab einen Einstiegskurs zum Thema Finanzen und Steuern. 

Ausflüge: 

  • Tagesausflug nach Bologna mit Besuch der Synagoge und Informationen über die Historie der jüdischen Gemeinschaft in Italien
  • Ausflug nach Ravenna mit Besuch des Commonwealth War Cemetery und einer  Zeremonie in Gedenken an die gefallenen 33 Männer der jüdischen Infanteriebrigade, die im September 1944 hauptsächlich aus Freiwilligen gebildet wurde. 
  • Mirabilandia Freizeitpark 

 

Logo 18Plus
Avatar Ansprechpartner:innen

Viola Shevchuk

Taglit / Achtzehnplus
Telefon
069/944371-24
Avatar Ansprechpartner:innen

Raissa Manachirova

Kinder-, Jugend- und Familienreferat
Telefon
069/944371-0

Eine besondere Reise gegen das Vergessen

Über zehntausend Jugendliche und junge Erwachsene aus mehr als 40 Nationen nehmen jedes Jahr an der weltweit größten Zeremonie zum Gedenken an die Opfer des Holocaust teil: dem „March of the Living“ in Polen. Auch die ZWST organisiert jährlich eine Reise im Rahmen ihres Projektes 18+ für junge Erwachsene zwischen 18 und 35. Gemeinsam läuft man durch das berüchtigte Tor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ bis zum ehemaligen KZ Birkenau, wo von 1940 bis 1945 mehr als 1 Million jüdische Menschen umgebracht wurden. Anlässlich dieser Gedenkzeremonie ermöglicht die ZWST den Teilnehmern im Rahmen einer mehrtägigen Polenreise den Besuch weiterer Gedenkstätten in Warschau, Krakau, Lublin u.a.   

March of the Living

Junge mit Israel Fahne in Auschwitz