Jugendschutz

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Kinder schreiben

Prävention vor sexualisierter Gewalt und Missbrauch

Die ZWST sieht sich in besonderer Weise verpflichtet, die in Diensten und Einrichtungen der ZWST anvertrauten Kinder und Jugendlichen wirkungsvoll vor jeglicher sexualisierter Gewalt zu schützen. Das bezieht sich insbesondere auch auf Maßnahmen zum institutionellen Schutz vor Übergriffen von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Kräften.

Seit 2015 steht die in ZWST in Kontakt mit dem UBSKM. 2016 wurde eine gemeinsame Vereinbarung verabschiedet, in der das gemeinsame Verständnis von Schutzkonzepten, das Vorhaben des Verbandes, die Mitwirkung am Monitoring des UBSKM & des Deutschem Jugendinstitut zum Stand der Prävention vor sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland sowie die Teilnahme an der Kampagne „KEIN RAUM FÜR MISSBRAUCH“ festgehalten wurde.

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Ebi Lehrer (rechts), Präsident der ZWST mit Johannes-Wilhelm Rörig (UBSKM)

Auszug aus der Vereinbarung:

„Ziel ist es, Kinder und Jugendliche während ihres Aufenthaltes bei, durch die ZWST organisierten und durchge-führten  Ferienfreizeiten,  Seminaren,  Studienreisen  und Austauschprogrammen bestmöglich vor sexualisierter Ge-walt zu schützen. Dieses Ziel wird als fester Bestandteil des Wertekanons der ZWST verankert, um das jeweilige fachliche Handeln danach auszurichten. (...) Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die ZWST, die Einführung und Implemen-tierung von passgenauen Schutzkonzepten innerhalb ihrer Strukturen bis hin zur örtlichen Ebene zu unterstützen. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt soll in den kommenden Jahren mithilfe von externen Referent*innen als fester Praxis- und Theoriemodul in die Fortbildungsangebote der ZWST im Bereich der Jugendarbeit integriert werden.“

ZWST-Jahresbericht 2016: Seite 33 

Folgende Maßnahmen wurden seit Unterzeichnung der Vereinbarung implementiert:

  • Verbreitung von fachgerechtem Informationsmaterial / aktive Kommunikation zum Themenfeld sexualisierte Gewalt und Schutzkonzepte in die Organisationsstruktur (Netzwerktreffen, Kommissionen) hinein/Fortbildungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Themenfeld Schutzkonzepte
  • Der Schutz vor sexualisierter Gewalt wurde als festes Praxis- und Theoriemodul in die überregionale sechsteilige Ausbildung für ehrenamtliche Jugendleiter und halbjährlichen Weiterbildungen für hauptamtliche Jugendleiter integriert.
  • Auch von ehrenamtlichen Kräften wird ein erweitertes Führungszeugnis angefordert.
  • Ein Verhaltenskodex wurde für die Aktivitäten der ZWST, die von Kindern und Jugendlichen besucht werden, zu folgenden Themen erarbeitet:
    • Adäquate Gestaltung von Nähe und Distanz
    • Sprache und Wortwahl
    • Angemessenheit von Körperkontakten
    • Verhalten auf Freizeiten und Reisen
    • Erzieherische Maßnahmen
    • Umgang mit und Nutzung von Medien und sozialen Netzwerken
    • Verhalten gegenüber Co-Leitendenden und Mitarbeitenden

Unterstützung können außerdem folgende Plattformen bieten:

Broschüre für Personalverantwortliche – Prävention von und Umgang mit innerinstitutionellem sexuellem Missbrauch

Die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche sexuelle Gewalt durch Mitarbeiter:innen erleiden, ist in Einrichtungen und Organisationen mit vielen Unsicherheiten, Ängsten und Fragen verbunden. Um Personalverantwortlichen bei der Prävention von sexueller Gewalt sowie im Verdachtsfall eine Handlungsanleitung zu bieten, hat das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) im Auftrag des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) die Broschüre „Kein Raum für Missbrauch: Personalverantwortung bei Prävention und Intervention nutzen!“ erstellt. Die Broschüre bietet konkrete Handlungsempfehlungen von der Vorbeugung über erste Schritte beim Verdacht bis hin zu weiteren arbeitsrechtlichen Vorgängen.